Loud as a whisper, quiet like a lion’s roar

Hong Kong ist alles, aber nie das, was man erwartet. Es gibt in dieser Stadt nichts, was es nicht gibt – und dementsprechend unheimlich viel zu entdecken und zu sehen. Gestern war das beste Beispiel: Pferderennen. Genau! Pferderennen in Hong Kong – in einer Stadt, wo weite unbebaute Flächen spärlich gesäht sind, in einer Stadt in der es mehr unebene und bergige Flächen gibt, als in der gesamten Schweiz (jetzt mal nur vom Gefühl her…). Aber es gibt es wirklich… Der beliebteste „Sport“ der HK-Chinesen, denn für mehrere hundert Jahre war dieses Spektakel die einzige Glücksspielgelegenheit in ganz Hong Kong und da die Chinesesn Glücksspiel-krank sind, ist das jeden Mittwoch ein riesen Event.

Wie jedes Mal, wenn man hier was neues erlebt, passiert einiges unverhofftes, bzw. unerwartetes… Ich hatte mich mit ner Gruppe HKU-Studenten verabredet und wollte eigentlich mitsamt Pass und langer Hose in die „Guest-Loge“ kommen – denn für Touristen gibt’s mit Reisepass und 100HK$ dort die Möglichkeit, das ganze von gaaaanz oben zu schauen. Also, ab gings, Reisepass gezückt und ab zur Loge. 1. Hürde: Kein Wechselgeld am Schalter, also schön zum nächsten Eingang und Kohle holen… Dann zurück zum Schalter, bezahlt, Ticket bekommen und ab in den 8. Stock. Dort angekommen gucken mich alle wie Autos an (was will der denn hier?), denn hier war „Members only“… Ich natürlich direkt: Klar bin ich Member (a.k.a.: „Mir gehört der Laden hier, was guckt ihr so ;)…?“), aber irgendwie funktionierte das ganze nicht sooo gut, denn seltsamerweise wollten die dort oben noch mal 380$ von mir, für’s Essen und Trinken. Essen – nöööö, will ich nicht, ich wollte nur die Rennen gucken. Ging natürlich nicht, also verwies man mich in den 6. Stock. Dort angekommen wurde ich noch verrückter angeguckt, denn da war Member’s only, aber nur Chinesisch. Also verstand mich keiner und es ging zurück zum Eingang… Nach 10 Minuten Diskussion hab ich dann auch meine Kohle wiederbekommen und mit den derzeit eingetroffenen HKU-Leuten gings dann in die „Public Area“ – hörte sich doch vielversprechend an. In Dortmund geht auch nur was, wenn man auf der Südtribüne steht, hehe…

Pferderennen: Definition in meinem derzeitigen Wortschatz: Ältere englisch Ladies mit riesen Hüten und ehrenwerte Herren mit Monokel. No Way, wir sind in Hong Kong! D.h.: Mc Donald’s, Bier und Wetten bis zum Umfallen. Das hier war ein Volksfest, voll mit Expats, Chinesen und ganz wenigen Touristen. Echt ne lustige Veranstaltung…. und alle waren am Wetten wie dieVerrückten. Durchschnittseinsatz bei einem (von acht!) Rennen: 12 Mio. HK$. Das muss man sich mal vorstellen, locker 1,2 Mio.€ werden hier alle 30 Minuten auf den Kopp gehauen… Ich persönlich hab mich zurückgehalten, meine 50HK$ hab ich wohl sprichwörtlich auf’s falsche Pferd gesetzt (Der Trainer hieß Ferrari – was kann da eigentlich schief laufen???).

Die ganze Szenerie war (mal wieder… 😉 ) total Surreal. Ein riesen Stadion und eine Rennbahn, die mitten in der Stadt liegt. Ringsherum Hochhäuser – das sah einfach mal total verrückt aus!

Schon verrückt – aber man muss dagewesen sein, um das ganze zu verstehen. Schwer zu beschreiben, aber vor dem Hintergrund, dass man sich in einer riesen Metropole befindet, noch verrückter… Aber ganz ehrlich: Wir alle hatten riesen Spaß, ganz lustiger Event…

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Eine Antwort zu “Loud as a whisper, quiet like a lion’s roar

  1. Hey mein Jasper, zum obersten Photo: Deine Frisur ist doch super. Wenn der Kommentar auch etwas ungerecht ist, weil man mit dem jungen Mann neben Dir ja nicht wirklich gerecht vergleichen kann…..Setz doch nächstes mal auf „Mercedes“ vielleicht klappt das besser. Kuß G.

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