Soundtrack Of My Life

Viel Zeit zum Nachdenken hab ich hier… Vielleicht zu viel?! Gestern war auf jeden Fall der Moment, in dem ich mich zum ersten Mal richtig aufgeregt hab – und das tat gut. Der Tag war einfach mal wieder voll daneben, die Uni haut mich schlicht und ergreifend um – und das hat mich unglaublich geärgert, denn 1. halt ich mich nicht für blöde und 2. hatte ich vor, hier mindestens 3 Kurse mit nach Hause zu nehmen. Klar, dass man sich dann ärgert, wenn man bisher in jedem Kurs, den man besucht, einfach nur Bahnhof versteht und an Reading-Assignments und Hausaufgaben knabbert bis zum Ende des Tages. Aber mittlerweile bin ich an dem Punkt angekommen, dass ich mir davon nicht den Aufenthalt hier versauen lassen möchte – neeee, dafür bin ich nicht hier. Ist zwar ärgerlich, wenn ich dann nur 2 oder vielleicht auch keine passable Note mitbringe, aber alles, was ich akademisch verpasse, lerne ich an „Street Smartness“ und Lebenserfahrnug zusätzlich. Denn meine Einstellung zu HK hat sich nicht geändert und wird sich wahrscheinlich nicht ändern – ganz bestimmt wirds Tage geben, die richtig Spaß machen und Zeiten, in denen es mir hier echt gefällt, aber die Stadt an sich, die Leute und das Land werden nie mein Zuhause werden, dafür sind die Gegensätze einfach zu groß… „Home is where the heart is“ – und das ist wahr, mein Herz ist hier nicht zuhause, dafür fehlen einfach zu viele Sachen und vor allem Personen. Die Chinesen lassen es einfach nicht zu, dass man mit ihnen in Kontakt tritt und verhalten sich einfach so unglaublich anders als das, was man gewohnt ist. Das ist wohl das schwerste, denn wenn man sich von morgens bis abends wie ein Alien fühlt, sei es als einziger Ausländer in der Vorlesung, als einziger Ausländer im Bus, in der Straße, usw., dann fehlt ein großer Teil. Dementsprechend finde ich mich einfach damit ab, dass man sich ab und zu verdammt einsam und verlassen fühlt. Was mich immer am meisten verwirrt ist, dass es Leute gibt, die sich hier pudelwohl fühlen – gleiche Position wie ich, auch Studenten, und, und, und… Irgendwie seltsam – aber zum Glück hält sich das die Waage: Es gibt genug Leute, die genauso fühlen wie ich und manchmal einfach die Schnauze voll haben.Gestern Abend wurde dagegen aber was unternommen – es hieß mal wieder: „Lass ma nen Bier trinken gehen, LKF 10pm…“. Dem wurde Folge geleistet und schon gings ab. 2,3 Bier später wollten auf einmal alle in nen Club gehen, im „Fevar“ war Ladies Nite, d.h. Frauen kommen umsont rein, Männer bezahlen schweineviel und trinken frei. Den Deal fand ich nicht fair und deswegen hab ich nen 50/50-Deal mit Soraya geschlossen, ich bezahl 100, sie auch und ich besorg dann free drinks für beide :)! Geritzt! 3-7 Vodka-O später gings mir dann Absolut besser, auch wenn die nur Svenska-Vodka ausgeschenkt haben… Der Abend war dann mal wieder echt lustig, der letzte Drink wurde wieder feierlich im LKF-Hotel eingenommen und abgeschlossen wurde das ganze mit einem phantastischen Burger in LKF… BAAAmmm – der war mal lecker, keine Planung, wie die das hinbekommen haben, Respekt! Das geilste in dieser Kaschemme war aber so’n Typ im Anzug, der auch lecker nen Burger vertilgt hatte. Der kam nämlich nach kurzer Zeit mit uns ins Gespräch, sah westlich aus, hatte aber nen lustigen Akzent… Als ich ihn dann gefragt habe, wo er herkommt, stellte sich heraus, dass er der venezuelanische Generalkonsul von Hong Kong war, Müller mit Nachnamen hieß und Deutsche Vorfahren hatte, die nach dem 2.Weltkrieg nach Venezuela ausgewandert waren… Witzig – Hong Kong ist echt mal wieder verrückt und beweist das.Da Hong Kong mir aber zu verrückt ist, hab ich was dagegen unternommen: ibought an ipod. Oh, iforgot – bei Computern trau ich den Mannen von Mr. Steve Jobs nicht, aber das Dingen, was ich jetzt habe ist echt mal scharf. iPod Nano, neueste Version, ungefäht so groß wie  – keine Ahnung, eigentlich garnicht mehr vorhanden, aber bedienbar… Sehr cool! Damit wird der Alltag abgeschaltet und der Soundtrack meines Lebens eingelegt. Kleine Stücke Heimat rieseln in meine Ohren: Aaaahhhhngenehm! Dann klappts auch mit der Busfahrt 😉

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