Nur mal schnell nen Bier trinken…

endet eigentlich immer anders, als man sich das vorgenommen hat, oder? Hmm… Alte Weisheiten bewahrheiten sich dann doch öfter als man denkt. So war es auch am vergangenen Samstag. Nach der Tour und nachdem ich mich eigentlich nicht mehr sooo gut gefühlt hatte, hatte ich mich doch aufgerafft und war mit Phillip aus Augsburg in LKF nen Bierchen trinken. Das war jedenfalls der Plan. D0ch irgendwie arten solche Verabredungen immer aus – vor ALLEM, wenn man eher pessimistisch an die Sache rangeht und im Grunde nach dem 2. Bier nach Hause will. Aber das war definitiv nicht möglich… Das ganze begann, als ich eine SMS von einer Horde Briten bekommen hatte, die ich in einem noch seltsameren Zufall auf der Rolltreppe getroffen hatte… Die wollten an diesem Abend ordentlich feiern und da lässt man sich doch nicht zweimal einladen! Dazu aber später mehr. Denn das ganze begann ja in Lan Kwai Fong (LKF), der Party-Meile für Expats und Touristen. Ganz genau dort, wo wir am letzten Wochenende Schluss gemacht haben, ging dieses Party weiter – im Stormie’s, einem New-England Club am obersten Ende der Straße. Und der Laden war rappelvoll, die obere Etage war komplett vermietet und ich geh mal davon aus, dass ca. 75% aller unverheirateten Männer und 90% aller verheirateten Männer an dem Abend dahingeschmolzen wären… Der Schuppen war nämlich VOLL mit dem Tag-/Nachttraum vieler meiner männlichen Mitbürger: Nein, nicht Krankenschwestern – besser!!! Stewardessen! Und jetzt nicht die Ossi-Saftschubsen der Lufthansa, nein – das hier waren echte Stewardessen, in Uniform mit 9cm Absätzen. Volles Programm und voll am Feiern, mit Käpt’n. Eine der Damen feierte nämlich ihren Junggesellinenabschied. Und wer jetzt geplagt von 1000 miesen Junggesellinnenabschieden aufhört zu lesen… Aufgepasst! Die Ladies wussten nämlich, was sie tun. Nicht so eine abgedroschene Sauftour, wie wir das aus Münster kennen… Neee – hier ging man mit Stil den letzten Abend in vollendeter Freiheit an:

Falls sich jetzt jemand Sorgen um mich macht: Kein Grund zur Besorgnis: Dort oben waren Männer verboten, selbst der Käpt’n musste sich nach unten verziehen. Nur einer durfte hoch – und der kam auch in Uniform. Zwar komischerweise in ner Matrosenuniform, aber das spielte keine Rolle – der Mann würde seine Klamotten eh nicht lange anbehalten… Ein bezahlter Stripper schmiert sich Sprühsahne auf die Brust und das vor einer riesen Fensterwand! Geile Show, selten so gelacht – und die Damen hatten auch ihren Spaß. Nur fanden das die Barbesitzer nicht soo cool, da die Straße schlicht und ergreifend dicht war…

Dementsprechend wurden die Fenster verhängt und die Show ging ohne uns weiter :(! Egal – die Engländer hatten eh schon ihr Lager in einem urbritischen Pub um die Ecke aufgeschlagen. Rugby – England gegen USA… War ja klar, als wenn die ohne Grund saufen würden ;)! Doch das ganze hat sich gelohnt, denn die Briten waren alle „locals“ – das heißt blond, blauäugig, mit Sonnenbrand und vor allem eins: Hier geboren! Wie funktioniert das? Hmmm… Papa und Mama arbeiten entweder in ner Bank, im Immobiliengeschäft oder in der Logistikbranche – und zwar Big Time, sonst wären die nicht hiergeblieben. Und eins haben alle Locals mit englischem Hintergrund gemeinsam: MONEY. Und das wurde auch nicht versteckt – ich hab mich ein bisschen doof gefühlt, als ich zum ersten Mal in meinem Leben von einer Dame eingeladen wurde – und das den ganzen Abend. Aber als ich die Brieftasche samt Füllung und die berolexte Hand gesehen hab, machte ich mir kurzfristig weniger Sorgen. Bis zu dem Zeitpunkt als wir einfach wortlos gegangen sind – aber sowas ergibt sich einfach, wenn man zuviel trinkt und genug von englischer Gastfreundschaft hat :)!

Da es schon fast halb 3 war, schten wir einen Ort, an dem wir feierlich den letzten Drink des Abends zu uns nehmen konnten. Und den haben wir definitiv gefunden: Lan Kwai Fong Hotel. 49. Stock. Balkon. Frische Luft. HEFTIG! Von hier oben hatte man einfach einen phantastischen Blick, die beste Aussicht und ein surreales Gefühl. Unter einem pulsierte Asiens verrückteste Stadt und hier oben lauschte man phantastischer Musik, fühlte eine warme Sommerbrise und ich hab mich zum ersten Mal richtig wohl gefühlt in dieser Stadt. Mist – lag das am Alkohol? An der geilen Musik? Oder am gehobenen Ambiente der Bar… Schwierig – der Blick tat sein übriges…:

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