Lost in Translation.

Den Abend sehnte ich irgendwie herbei, denn ich hatte keinen Bock mehr auf Sonntag. Schluss damit – schlafen, morgen aufwachen und fertig is…

Doch irgendwie wollte der Abend nicht näher kommen – doch zum Glück scheinten das drei Personen im fernen Germany gespürt zu haben, so dass ich gleich 3 Telefonate mit der Heimat führen konnte ;)! Danke an Euch drei!

Da ich irgendwie keinen Bock hatte, nach draußen zu gehen und die anvisierte Lese-Session für die Uni flachfiel, entschloss ich mich am Abend, mich schön in mein Bett zu liegen und mit einem riesen Pott Eis in der Hand einen Film zu schauen. Ich hatte kurz vor der Abreise noch den einen oder anderen Film auf mein Laptop gepackt, unter anderem folgenden: Lost in Translation. Ein Film, den ich beim ersten Mal enttäuscht abgeschaltet hatte, da ich fast eingepennt bin und doch war er wie durch Geisterhand auf meinen PC gekommen.

Und das ist gut so :)! Lost in Translation – Scarlett Johansson und Bill Murray in Tokyo, Japan. Beide irgendwie verloren und in einer der größten Asiatischen Städte trotz Millionen von Menschen einsam, verwirrt und verloren. Auf einmal kamen mir die Szenen, die ich vorher langweilig und langgezogen fand, unglaublich intensiv und nah vor – denn ich war auf einmal Bill Murray, in einem Taxi durch die Stadt fahrend, erstaunt von den tausenden Leuchtanzeigen, den seltsamen Sitten und Menschen, dem verrückten Essen und und und… Echt witzig – irgendwie tat das gut, denn bisher dachte ich immer, dass ich der einzige bin, der sich so fühlt, aber vielleicht liegt das daran, dass ich viel aufschreibe und viel drüber nachdenke und immer das Gefühl hab, dass alle anderen total gut damit klarkommen und keine Problemchen haben. Vielleicht liegt das daran, dass ich mir keine Berichte durchlese, wie der Rest der Europäischen Meute hier ihren Sonntag Abend verbringt…

Zur Zeit sitze ich im Uni-eigenen Starbucks. Der einzige Laden, der keine Klimaanlage besitzt und derweil auf offene Türen und Ventilatoren setzt… Sehr angenehm! Dazu paaren sich amerikanische Jazzmusik und ein original New York Cheesecake. Zwar etwas seltsam im Geschmack, aber eins kann man ihnen lassen: Sie haben’s versucht. Irgendwie enden alle asiatischen Versuche, westliche Kultur nachzuahmen, mehr oder weniger in einem Versuch. Es klappt schlicht und ergreifend nicht, die beiden Kulturen miteinander zu vereinen. Globalisierung hin oder her: Asien bleibt Asien. Basta.

Baaahh… Im Moment würde mir wohl jeder asiatische Arzt einen Mundschutz verordnent, denn ich hab echt Husten :(! Sowas dummes – passt für mich wirklich nicht zu den Außentemperaturen und dem Wetter – hoffentlich verschwindet das bald…

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Eine Antwort zu “Lost in Translation.

  1. Oh, jetzt muss ich gleich zum zweiten Mal ran. Denn ich habe Lost in Translation in New York gesehen. Auch ganz alleine und ziemlich geknickt – kann das also bestens nachvollziehen. Ein großartiger Film!!

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