Party.

OH MEIN GOTT… Hätte ich das gewusst, hätt ich mich irgendwie drauf vorbereitet oder so. Was für ein Abend war das gestern? Hammer, Heftich, Herrlisch! Um 10 gings los und ich hab Maggi und seine Freundin bei Stormie’s in Lan Kwai Fong, dem Party-Distrikt in HK getroffen. Im Grunde ist LKF eine Straße, die voll mit Pubs, Bars und Clubs ist, die zu 80% mit Expats bevölkert sind und am Wochenende ist die ganze Straße rappelvoll und alle feiern ausgelassen bis in die frühen Morgenstunden…

Das haben wir uns natürlich auch zu Herzen genommen und das eine oder andere Bierchen gezischt. Gut, dass mir erst nach dem 3. Carlsberg eingefallen ist, dass Alloohool bei 35°C doppelt so stark knallt wie in Deutschland (*Schäm*). Egal – ich hatte meinen Spaß und die Szenerie war einfach göttlich. Ich weiß nicht, wer schon mal mit Engländern gefeiert hat, aber die sind einfach unglaublich witzig. Die Kerle machen alle einen auf extrem dicke Hose und stehen an den Bars und betrinken sich feierlich, die Damen laufen auf den höchsten Schuhen dieser Erde, aufgestyled bis zum Äußersten die Straße auf und ab und versuchen sich gegenseitig in der britischen Königsdisziplin zu schlagen: Danebenbenehmen Extreme.

Das allerbeste sind aber die paar Chinesen und Asiaten, die sich Abends in diese Straße reintrauen, denn für die muss das wie eine Art Film sein, vielleicht aber auch wie’n Zoo… Egal – die Chinesen kommen hier nämlich hin, um Europäer und Amerikaner dabei zu beschauen, wie die sich den Schädel wegknallen und ordentlich einen drauf machen. Die Damen sind hier zum Glück nicht käuflich, aber mindestens genauso seltsam, denn eine Sache gibt’s, die mich gestern echt verwundert hat: „Can I take a picture with you?“ – Ich Gentleman by heart hab natürlich nicht nein gesagt und schwupps war ich mit Christian, nem dänischem Power-Pölser, auf ungefähr 3 verschiedenen Kameras gespeichert und abgelichtet. Ich wunder mich immernoch, was das soll – aber ich glaub die erstbeste Erklärung, die ich bekommen hab, war die beste: Die geschossenen Fotos werden einfach nur zum „Angeben“ verwendet – die Asiatinnen sind jetzt offiziell mit uns befreundet und werden das all ihren Freundinnen und Familien erzählen… Na, suuuper – hätte ich das gewusst, hätte ich mich ausnahmsweise mal bezahlen lassen…!

Naja, der Abend war noch lange nicht zu Ende, Christian hatte einfach unglaublich Power. Also, alle ab ins Taxi und ab nach Wan Chai. Schon wieder RedLightDistrict? Bei dem Alkoholgehalt? Mit so wenig Kohle übrig? Oh, Oh… Aber es wurde nur besser. Vom „Mes Amis“ ab ins „From Dusk Till Dawn“, nem Schuppen mit guter Livemusik und ner Menge abgefahrener Leute. Wer auch immer sich an den Film mit George Clooney erinnern kann – das Ding hätte genauso gut hier gespielt haben. Band war da, Bar war da, Szenerie stimmte zwar nicht ganz, war aber auch gruselig genug und Vampire gabs zwar nicht, aber die Leute, die da waren hätten gut und gerne als Zombies durchgehen können, also keine großen Abweichungen vom Skript! Echt der Hammer… Natürlich war der Schuppen voll mit Prostituierten und Expats, aber das war weniger beunruhigend als lustig, denn die Typen, die eine von den Damen „abgeschleppt“ hatten (Glückwunsch, mein Respekt…), hatten diesen Blick drauf, den man sonst immer nur von so Typen bekommt, die Angst um ihre Freundin haben und so’n bisschen Pittbull-Like durch die Welt laufen. Saukomisch, die letzten Loser dieser Welt führen sich auf einmal wie Big Pimps auf und tun so, als wenn die irgendwelche 19-jährigen Thais aufgerissen hätten. Nice 500HK$ und die Dame wechselt den Besitzer… Viel schlimmer war aber ne britische End-Vierzigerin, ich nenn sie mal Betsy, die sich voll wie 10 Russen jedem Ausländer um den Hals warf und unglaublich am Graben war… HILFE! Das ging mal gar nicht klar. Betsy war etwas zu anschmiegsam und irgendwie zu offensichtlich auf das eine aus. Im Grunde ja nicht schlimm, aber die gute Dame hätte Christians MUTTER sein können. Und irgendwo gibt’s ne Grenze, auch für Dänen J

HAH! Ich habs doch dokumentiert: (Das links ist übrigens Christian…)

 

Ooohhh… Der Abend endete erst gegen halb 5 und irgendwie hab ich dem Taxifahrer auch noch klar machen können, wo ich wohne und wie wir dahin kommen. Mit meinen letzten Dollars konnte ich das Taxi dann grade noch bezahlen und konnte mein Bett dann auch endlich betreten – 5:00 Uhr morgens, voll im Eimer – mit nur einem Wunsch: SCHLAFEN!

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