Going Out

Mittwoch Abend, nachdem ich bei der ersten von drei Orientation-Veranstaltungen ne Menge Leute kennengelernt hab, ging es raus. Treffpunkt war Causeway Bay, wo sich bereits eine Gruppe, bestehend aus einem Holländer, einem Kanadier, einem Österreicher und zwei Deutschen, in einem chinesischen Restaurant eingefunden hatte. Mit genau der Truppe gings dann anschließen zu Fuß nach Wan Chai, das berühmt berüchtigte Rotlichtviertel Hong Kongs, das unter anderem auch eines der beliebteren Barviertel sein soll. Um den Marsch etwas angenehmer zu gestalten und etwas Geld zu sparen (fuck – Alkohol ist soooo teuer :(! ) stoppten wir bei jedem 2. 7Eleven und kauften ne Runde Dosenbier für alle (God save the Queen and Dosenbier…). Doch schnell stellte sich bei uns Ratlosigkeit ein, denn wir kannten uns dort ungefähr genauso gut aus, wie’n Niederbayer aufm Kiez. Glücklicherweise fanden wir dann doch die eine oder andere akzeptable Bar (die OHNE die leichtbekleideten Damen und alten Frauen (ich weiß auch nicht warum, aber es waren echt viele ALTE Frauen da..?!) vor der Tür). Doch irgendwie entsprach das nicht ganz dem, was wir gesucht haben, denn mit einer Horde Engländer gemütlich einen trinken und 50$ pro Pint zu bezahlen stand jetzt auf meiner Speisekarte nicht ganz sooo weit oben. Also – Füße in die Hand und ab nach TST – kurz für Tsim Sha Tsui, was sowieso nur Chinesen korrekt aussprechen können…

 Da erwartete uns nämlich eine Gruppe von Exchange Students mitsamt Locals, die in einer super Bar waren (so jedenfalls die Telefonaussage eines HK-Chinesen). Super, endlich mal kein Touri-Schuppen, dachte ich mir!! Die „Chop Bar“ gegenüber vom Park Hotel war auch schnell gefunden, doch was sich mir da eröffnete, glich dem Vorhof der Hölle, schlimmer noch als die Fußballhalle auf Schal**, schlimmer als alles, was ich vorher gesehen hatte: Eine chinesische KARAOKE-BAR!!! Aaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhh – womit hatten wir das verdient? Reihenweise Chinesen, die sich die Seele aus dem Leib sangen, inbrünstig Duette schmetterten und Balladen performten – und das mit vollem Ernst und ohne wesentliche Mengen Alkohol konsumiert zu haben – einfach so! Einfach SO???? Waaaaas?

Meine Ohren tun heute noch weh, aber vielleicht lag das auch daran, das chinesisches Bier gemixt mit amerikanischem Budweiser für etwaige Gesundheitsbeschwerden wohl keine Haftung übernimmt…

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Eine Antwort zu “Going Out

  1. moin jasper alte hütte,
    prächtige berichterstattung. einiges kommt mir dann doch sehr bekannt vor, vor allem die hohe luftfeuchtigkeit, die enorme hitze und natürlich das karaoke singen! ich kann dir echt sagen, dass das echt spaß macht…:-D! gruss aus kiel!

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