Tsim Sha Tsui & Kowloon

MTR Exit Prince Edward. Hörte sich vielversprechend an… Doch laut Führer würde mich auf der nördlichen Wasserseite von Hong Kong das „wahre“ China erwarten – und nicht das saubere und vom Finanzdistrikt geprägte Central, was ich bisher hauptsächlich bereist habe. Und es kam viel schlimmer: Das, was mich im nördlichen Teil von Kowloon erwartete war Vietnam, Kambodscha, vielleicht noch chinesisches Hinterland – aber doch nicht HONG KONG, Weltstadt und Finanzzentrum…!? Vielleicht „etwas“ übertrieben – aber so ungefähr hab ich mich gefühlt, als ich aus der U-Bahn kam und mich ein großes Wirrwarr erwartete. Das hab ich aber schnellstens hinter mir gelassen und mich auf den vorgeschlagenen Weg gemacht, den mir der Lonely Guide empfahl.

Nach einiger Zeit erreichte ich auch mein erstes Etappenziel: Den Vogelmarkt vom Yuen Po Street Bird Garden. Wenn einer Vogelgrippe bekommt, dann ich – denn weit und breit war ich das einzige Bleichgesicht unter ca. 1000 Flattermännern und mindestens genau so vielen Chinesen.

 

Über Tierschutz brauch man sich mit denen nicht unterhalten – ich habs gelassen genommen und mir die Szenerie einfach mal angeguckt, bevor ich weiter auf den dortigen „Flower Market“ ging. Blumen sind zwar sowieso nicht mein Ding – aber das war mal laaaangweilig L. Egal – weiter geht’s hab ich mir dann gedacht und bin in die Tung Choi Street eingebogen, den dort erwartete mich eine Straße, die von vorne bis hinten mit Läden, Leuten und erstaunlichen Dingen war.

 

Der Goldfischmarkt war mal ne Nummer… Zoo Knutzen ist dagegen ja nen Streichelzoo! Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes – erstens von der „Art“ der Präsentation und zweitens von der Artenvielfalt und den Preisen… Hier kostet nen Sack Fische ungefähr soviel wie’n Sack Flöhe in Deutschland. Heftig – wie die armen Dinger da drin überleben, möchte ich nicht wissen…

 

Dem Fischmarkt folgte dann noch ein Fahrradmarkt, ein Blechdingensmarkt, ein Kleidermarkt (Handbag gefällig?) und irgendwie ein Markt für jede erdenkliche Geschichte – von Diversifikation oder Angebot und Nachfrage haben die Jungs wohl noch nichts gehört, aber egal – die hatten ihren Spaß und vor allem eins: Einen verdammt lässigen Job, denn irgendwie saß in jedem Laden mindestens ein Typ, der sowas von am Schlafen war, das man ohne Probleme den ganzen Laden hätte ausräumen können… Aber was will man schon mit nem Laster voll Blechschüsseln…

Diesen Wusel-Abschnitt des Tung Choi Street Market hinter mir, betrat ich den wohl schrecklichsten Teil von Hong Kong. Tsim Sha Tsui, DAS Touri-Viertel der City. Naja – eigentlich hab ich von HK ja noch nicht sooo viel gesehen, aber das war bisher jedenfalls Top of the Pops was Nervtötung und Stress angeht. Lauter Inder, die Dir Hemden anbieten, Rolexe und Cartier-Uhren, Hafenrundfahrten, Massagen, Restaurantbesuche, und, und, und… Dazu kam dann noch konstanter Baulärm und ein absolutes Verkehrschaos in Mitten einer grell beleuchteten und konfusen Einkaufsstraße. Aber ich dachte mir dann: Wenn nichts mehr geht, nimmste was von dem Zeug, das hilft GARANTIERT:

Ende. Mir taten sowieso die Füße weh. 4 Stündchen hat der Spaziergang gedauert. Definitiv genug für mich. Dementsprechend krönte ich meinen Tag mit der Touristenattraktion No.1, der „Star Ferry“ von Tsim Sha Tsui nach Hong Kong Island. Überfahrt in Richtung fucking big Skyline of Central… SEHR beeindruckend J!

 

Einmal tiiieeeeef durchatmen, bitte:

Mach ich irgendwann nochmal – an nem autofreien Sonntag mit Sonnenschein, vielleicht seh ich dann ja mehr. Oder Nachts – da gibt’s das ganze dann mit Lightshow! Und kosten tut der Spaß gerade mal 22 Cent, dementsprechend sollte mein Budget das auch erlauben :P…

 

Das ist übrigens mein Lieblingshaus: Das Jardine-House… Ein „älteres“ in Hong Kong, ehemal eines der höchsten, mittlerweile verschwindend winzig:

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