Flight to Hong Kong… Departing.

 

Heute gings los – 13:55 Uhr Frankfurt Airport. 

Nach einem erlebnisreichen Tag in Frankfurt mit samt 4-fachem Hotelwechsel  (Fotos sind sooo trügerisch – und rosa Hotels sowieso…  ;)! ) und einem wunderschönen Abendessen in der „Halle der Helden“ in Mainhattan schlug beinahe schon meine letzte Stunde in Deutschland. Das wurde natürlich nochmal schick begossen, denn A. Sandmann, Workaholic und angehender Berater bei den BCGlern kam (nach der Arbeit) nochmal kurz auf nen Longdrink in der Stadt vorbei – man führe sich die Uhrzeit vor Augen: 23:15 Uhr (!) … Berater ham‘ sie einfach nicht mehr alle ;)!
Das Frühstück am nächsten Morgen hatte schon einen etwas bitteren Beigeschmack. Nicht, dass die Crew vom Motel One den Kaffee versaut hätte – viel schlimmer: Mir wurde schlagartig klar, dass dies mein letztes Frühstück in Deutschland, mein letztes Frühstück ohne Stäbchen und am aller schmerzhaftesten: mein letztes Frühstück mit Caro, die mich bisher tapfer begleitet hatte, sein würde.  Schon ein bemerkenswertes Gefühl, wenn man sich zum ersten Mal klar wird, wie real so ein Auslandssemester auf einmal werden kann.

Doch es kam schlimmer: Frankfurt Airport wurde brav ins Navigationssystem eingetippt und kam Stück für Stück näher – unaufhaltsam und unumkehrbar.
Die Szenerie dieses zusammengewürfelten Haufens von Gebäuden, Straßen, Flugzeugen, Terminals und Hangars namens FRAPORT glich einer surrealen Wirklichkeit, einem Schauspiel, wie ich es vorher noch nie wahrgenommen hatte. Denn zum ersten Mal saß ich zwischen all diesen Figuren, ausgerüstet mit Sonnenhut, Fotoapparat um den Hals und Bildzeitung in der Hand und fühlte mich absolut fremd. Denn für mich ging es nicht in einen entspannten Urlaub nach Malle oder in die DomRep, sondern ins Ungewisse, sprichwörtlich an den „Arsch der Heide“: Hong Kong, tausende Kilometer vom beschaulichen Münster entfernt, tausende Kilometer von zu Hause, meinen Freunden, meiner Familie und Caro. Und genau die saß neben mir und biss sich sprichwörtlich auf die Lippe, um mir den Abschied so angenehm wie möglich zu gestalten – keine Melancholie, keine Tränen und keine unnötigen Abschiedstrauerspiele. Doch die Realität ist anders: sie lauert Dir auf, versteckt sich hinter der Passport-Kontrolle und kommt dann unaufhaltsam wie ein Baseballschläger und fegt dir mehrmals sowas von durchs Gesicht, dass stehen, geschweige denn tränenlos Abschied nehmen, Dinge der Unmöglichkeit werden…

So war es unvermeidlich: 2 Menschen, mitten in asiatischen Reisegruppen, hektischen Geschäftsleuten und Abenteuertouristen, die nichts besseres zu tun haben, als mehr oder weniger schluchzend einander in den Armen zu liegen und Abschied zu nehmen. Ganz ehrlich: Rührender Moment und definitiv ein schwerer Start in meine Zeit in Hong Kong. Doch einen Lichtblick hat das Ganze: Es schenkt mir das Gefühl der Vorfreude… Caro, fünfeinhalb Wochen, Hong Kong Airport, Punkt.
Nach 2 (!?) Sicherheitschecks, 2 Stripteases und einem Sockenexposé ging es dann auch endlich ab in den Flieger. Da ich den Typen am Check-In bezirzen konnte, erwartete mich ein Sitz mit genialer Beinfreiheit. 2 Meter, vielleicht sogar 2,50m Freiheit – direkt vor meiner Nase! Keine Sardinenbüchse, keine übergewichtigen Sitznachbarn, die nicht nur ihren sondern auch 30% deines eigenen Lebensraumes beanspruchen – einfach nur eins: PLATZ ohne Ende! Sauber, so kann es weitergehen.

Hmm… nur irgendwie dauert mir das gerade alles etwas zu lange: Die Uhr zeigt 17:21 Uhr, d.h. ich habe noch 7 Stunden Flugzeit vor mir…. Noooooooooooooo!

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